Datenschutz in der katholischen und evangelischen Kirche

Das auf einem Beschluss des 4. Laterankonzils basierende Beichtgeheimnis ist eine der ältesten datenschutzrechtlichen Vorschriften, welches bis in die heutige Zeit Gültigkeit besitzt.

Das Datenschutzrecht hat sich in den beiden großen christlichen Kirchen seitdem selbstverständlich stark weiterentwickelt und so finden sich heute sowohl in der katholischen als auch in der evangelischen Kirche Sondervorschriften, die denen des BDSG grundsätzlich vorgehen – eine unmittelbare Folge der verfassungsmäßig garantierten Trennung von Staat und Kirche und dem sich daraus ergebenden Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften. Die Kirchen haben somit zwar das Recht, ihre inneren Angelegenheiten selbst zu regeln. Gleichwohl haben sich beide Kirchen sehr deutlich am BDSG orientiert, was nicht zuletzt auch dessen § 15 Abs. 4 geschuldet ist, der eine Übermittlung personenbezogener Daten an Stellen der öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaften davon abhängig macht, dass bei diesen ausreichende Datenschutzmaßnahmen getroffen werden.

Dessen ungeachtet haben sich beide Kirchen nicht nur im Arbeitsrecht, sondern auch im Datenschutzrecht für den sogenannten „dritten Weg“ entschieden, dessen Folge in der katholischen Kirche die „Anordnung über den kirchlichen Datenschutz“ (KDO) ist, in der evangelischen Kirche das „Datenschutzgesetz der evangelischen Kirche in Deutschland“ (DSG-EKD).

Als erfahrene und mit den Vorschriften des „kirchlichen Datenschutzrechts“ eng vertraute Rechtsanwälte stehen wir Ihnen als Bistum, Verband, Körperschaft, Stiftung und sonstiger kirchlicher Stelle vollumfänglich beratend zur Seite. Dabei haben wir nicht nur jegliche Datenverarbeitung innerhalb Ihrer Organisation und im Verhältnis zu Ihren Arbeitnehmerinnen / Arbeitnehmern und Mitgliedern vor Augen, sondern prüfen auch jegliche Datenflüsse an private oder öffentliche Stellen.

Nicht zuletzt stellen wir auch im kirchlichen Bereich den externen Datenschutzbeauftragten, der gemäß § 23 Abs. 1 DSG-EKD zu bestellen ist, wenn mehr als sechs Personen mit der Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung personenbezogener Daten betraut sind. Zwar sieht die KDO eine solche Pflicht zur Bestellung eines externen Datenschutzbeauftragten nicht vor, rät diese aber de facto an, wenn mehr als zehn Personen mit der automatisierten Datenerhebung, -verarbeitung und -nutzung befasst sind (vgl. § 18a Abs. 2 KDO).

Profitieren Sie von unserer Erfahrung, unseren sich über Jahre hinweg bewährten Konzepten und unserem Ressourcen sparenden Datenschutzmanagement. Kontaktieren Sie uns und lassen Sie uns Ihnen unverbindlich ein für Ihre Stelle maßgeschneidertes Konzept vorstellen.