FAQ Datenschutzbeauftragter

  • Wann besteht die Pflicht zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten?
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    Die Pflicht zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten gilt immer dann,

    • wenn in einem Unternehmen ständig mehr als neun Personen mit der automatisierten oder
    • wenn mindestens 20 Personen mit der nicht-automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten befasst sind.

    Ebenso besteht eine Pflicht, wenn das Unternehmen als verantwortliche Stelle

    • automatisierte Verarbeitungen vornimmt, die einer Vorabkontrolle unterliegen,
    • personenbezogene Daten geschäftsmäßig zum Zwecke der Übermittlung, der anonymisierten Übermittlung oder für Zwecke der Markt- oder Meinungsforschung automatisiert werden.

    Ob Ihr Unternehmen zur Bestellung eines betrieblichen Datenschutzbeauftragten verpflichtet ist, können Sie mit Hilfe unseres Datenschutz-Selbsttests schnell und unkompliziert überprüfen.

  • Kann auch ein externer Datenschutzbeauftragter für den Betrieb bestellt werden?
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    Neben der Bestellung eines Datenschutzbeauftragten aus eigenen Reihen lässt das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) auch die Bestellung eines externen Datenschutzbeauftragten ausdrücklich zu.

  • Sind kleinere Unternehmen ebenso dazu verpflichtet, einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen, sei es intern oder extern?
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    Auch kleinere Unternehmen, die komplexe Datenverarbeitungsvorgänge durchführen und deren Tätigkeit somit datenschutzrechtlich eine besonders hohe Aufmerksamkeit verdient sind je nach Größe des Unternehmens oder der Art der verarbeiteten Daten rechtlich verpflichtet einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen.

  • Welche Personen dürfen überhaupt zu Beauftragten für den Datenschutz bestellt werden?
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    Zum Beauftragten für den Datenschutz darf nur bestellt werden, wer von Anfang an die zur Erfüllung der Aufgaben erforderliche Fachkunde und Zuverlässigkeit besitzt. Ausgenommen sind jedoch solche Personengruppen, bei deren Tätigwerden es zu Interessenkollisionen kommen kann. Namentlich sind dies Geschäftsführer, Leiter der IT-Abteilung sowie weitere Personen in ähnlich herausgestellter Position, bei denen die Unabhängigkeit nicht gewährleistet werden kann.

  • Wie bestimmt sich das Maß der erforderlichen Fachkunde?
  • X

    Das Maß der erforderlichen Fachkunde bestimmt sich hierbei insbesondere nach dem Umfang der Datenverarbeitung der verantwortlichen Stelle und dem Schutzbedarf der personenbezogenen Daten, die die verantwortliche Stelle erhebt oder verwendet (vgl. § 4 Abs. 2 S. 2 BDSG).

  • Welche Aufgabe hat der Datenschutzbeauftragte?
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    Aufgabe des Beauftragten für den Datenschutz ist es, auf die Einhaltung des BDSG und anderer Vorschriften über den Datenschutz hinzuwirken (vgl. § 4g Abs. 1 BDSG), d.h. das jeweilige Unternehmen zu überwachen, zu kontrollieren und die Mitarbeiter zu schulen.

  • Welche Vorgaben muss ein Datenschutzbeauftragter erfüllen?
  • X

    Gerichte und die Fachliteratur füllen diese Vorgaben u. a. mit folgenden Attributen aus:

    • hohe rechtliche Kompetenz,
    • ausgeprägte IT-Kenntnisse,
    • didaktische Fähigkeiten und psychologisches Einfühlungsvermögen,
    • Organisationstalent,
    • Pflicht zur ständigen Weiterbildung,
    • Verschwiegenheitspflicht,
    • Unabhängigkeit des Datenschutzbeauftragten.

    Diese vielfältigen Anforderungen und Aufgaben erfüllen wir aufgrund unserer langjährigen Expertise als externe Datenschutzbeauftragte überdurchschnittlich. Bitte kontaktieren Sie uns für weitere Details – gerne unterbreiten wir Ihnen ein auf Ihre Bedürfnisse angepasstes Angebot.

  • Macht es einen Unterschied ob ein interner oder ein externer DSB bestellt wird?
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    Der interne Datenschutzbeauftragte ist dem externen Datenschutzbeauftragten von den Befugnissen her gleichgestellt. Der externe Datenschutzbeauftragte gewährleistet jedoch durch seine speziell erworbene fachliche Kompetenz – er konzentriert sich in seinem Alltag auf Nichts Anderes als den Datenschutz – dass der Datenschutz in Ihrem Unternehmen im angemessenen und notwendigen Umfang berücksichtigt wird.

  • Welche Qualifikationen muss ein Datenschutzbeauftragter erfüllen?
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    Die Anforderungen an den externen Datenschutzbeauftragten reichen von den speziell erlangten persönlichen und fachlichen Voraussetzungen über die umfassende Kenntnis der von den Unternehmen erfüllten Aufgaben und Leistungen bis hin zu weiteren darüber hinausgehenden allgemeinen Anforderungen an die Berufsausübung.
    Der externe Datenschutzbeauftragte muss nicht nur über die notwendigen Qualifikationen verfügen, sondern auch in der Lage sein, diese entsprechend einzusetzen und erkennen können, an welcher Stelle Lösungen implementiert werden müssen, die weitere fachliche Qualifikationen erfordern.

  • Wie sieht das berufliche Leitbild eines Datenschutzbeauftragten im Einzelnen aus?
  • X

    Externe Datenschutzbeauftragte vereinen verschiedenen Aufgaben in sich. Sie beraten Unternehmen und Behörden und tragen damit zur Wahrung und Verwirklichung von Grundrechten bei. Qualifizierte externe Datenschutzbeauftragte helfen Unternehmen dabei, Risiken zu minimieren sowie Imageverlust und finanzielle Belastungen, die aus Datenschutzverstößen resultieren können, zu vermeiden. Sie verstärken das Vertrauen der Kunden und Beschäftigten in die Datenerhebung und –verarbeitung des jeweiligen Unternehmens.
    Dieses Leitbild schafft einen Maßstab für das nachhaltige Ausführen der Tätigkeiten und die notwendige Qualifikation des externen Datenschutzbeauftragten. Die Tätigkeit des externen Datenschutzbeauftragten ist hierdurch in höchstem Maße transparent und nachvollziehbar.

  • Was kann ein externer Datenschutzbeauftragter für Ihr Unternehmen leisten?
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    Die Tätigkeiten des externen Datenschutzbeauftragten, die helfen können, das Unternehmen weiter zu entwickeln, zu optimieren und insbesondere datenschutzrechtlich compliant zu machen, reichen von der Prüfung, Optimierung und einer Vorabkontrolle von Geschäftsprozessen über die Kontrolle von technischen und organisatorischen Maßnahmen sowie von Verträgen mit Dienstleistern und Subunternehmen bis hin zum Erarbeiten von Stellungnahmen sowie der Mitwirkung an einzelnen Projekten, etwa der Implementierung eines neuen Personalverwaltungssystems.